Monday, January 14, 2013

Der Bahnhof Warschauer Straße kommt seiner Vollendung näher: Bald gibt es einen Bahnsteig mehr und ab Sommer wird ein Empfangsgebäude gebaut. Wenn es aber regnet, tropft es rein, denn eine Überdachung wie am Bahnhof Storkower Straße ist nicht vorgesehen.

Es gibt auch Orte in Berlin, an denen es voran geht: etwa auf der S-Bahn-Dauerbaustelle Ostkreuz/Warschauer Straße. Für den Bau des neuen Empfangsgebäudes der Station Warschauer Straße gibt es seit Dezember das Baurecht durch das Eisenbahn-Bundesamt und demnächst kann auch der neue nördliche Bahnsteig genutzt werden. Fahrgäste müssen aber weiter mit Provisorien auskommen; Fertig sein soll die neue Station erst 2016.

Wie das Ostkreuz auf der unteren Ebene bekommt auch der Bahnhof Warschauer Straße zwei Bahnsteige – je einen für die Züge Richtung Zentrum und Erkner/Lichtenberg.

Damit kennen die Fahrgäste stets die Richtung der jeweiligen Züge. Bisher waren die Bahnsteige nach Linien aufgeteilt; wo die Wartezeit auf den Zug am kürzesten war, konnten die Fahrgäste nur raten.

Wegen des Umbaus halten die S-Bahnen derzeit an der Warschauer Straße nur an einem Bahnsteig. Vom 2. April an stoppen die Züge, die Richtung Ostbahnhof fahren, nach dem derzeitigen Bauplan an der nördlichen Kante des neu gebauten Bahnsteigs B. Auch hier ist zunächst ein Provisorium entstanden; denn um Platz für den Bau des Empfangsgebäudes an der Warschauer Brücke zu schaffen, musste der neue Bahnsteig vorübergehend Richtung Ostkreuz verlängert werden.

Nach einer Ausschreibung für den Bau des neuen Gebäudes, das fünfte in der Geschichte des Bahnhofs, soll das Projekt dann im Sommer beginnen. Nach Plänen von Dörr Ludolf Wimmer Architekten, Berlin entsteht ein Bau mit Glasfassaden an den Stirnwänden und kupferverkleideten Platten an den Seitenflächen. Erwartet werden hier täglich rund rund 85 000 Ein-, Aus- und Umsteiger, für die es auch Geschäfte im Bahnhof geben wird.

Über eine vier Meter breite Vorplatzplatte erreicht man von der Warschauer Brücke aus den Bahnhofseingang. Zudem wird es einen seitlichen Ausgang in Richtung U-Bahnhof geben. Der Senat plant, mit einer rund 28 Meter langen Verlängerung der Fußgängerbrücke vom U-Bahnhof zum Zugang Richtung Großarena eine direkte Verbindung zwischen U- und S-Bahn zu schaffen, parallel zur Warschauer Brücke, wo die Umsteiger heute oft den Gehweg verstopfen und sich gegenseitig in die Quere kommen. Pläne, die Gleise der U-Bahn bis an den S-Bahnhof zu verlängern, werden nicht mehr verfolgt. Allerdings ist für die Fußgängerbrücke keine Überdachung vorgesehen wie etwa am Bahnhof Storkower Straße. Die beiden neuen Bahnsteige der S-Bahn, die 152 Meter lang sind, werden zur Hälfte überdacht sein.

Die Option König

Daniel Brühl musste Gurkengläser signieren, Nicki Minaj ihr Autogramm auf Frauen- und Männerbrüste schreiben. Unserem Autor fiele das nie ein.

Bald beginnt mit der Berlinale wieder die große Zeit der Autogrammjäger. Sie gehören zur Premierenstaffage, sind freilich beim Vortragen ihrer Wünsche selten kreativ. Plakate, Programmhefte, Fotos werden zum Signieren bereitgehalten, mehr ist nicht drin. Aber es gibt Ausnahmen. Bonds Aston Martin in Miniformat zum Beispiel, Sean Connery hat ihn anstandslos signiert. Oder Gurkengläser; genauer: Spreewaldgurkengläser.
Daniel Brühl wurden solche Gefäße wiederholt hingehalten, wie er jetzt verriet. Das leuchtet sogar ein, Gurken waren in seiner Berliner Nachwende-Komödie „Good Bye, Lenin!“ ein schmackhaftes Detail. Gewundert hat es Brühl dennoch, obwohl Starkollegen doch ganz andere Überraschungen gewohnt sind.
 Robert Pattinson wurde einst ein Plastikbusen gereicht, den er brav signierte, Morgan Freeman ein echter – ohne Erfolg. Und Nicki Minaj wurden angeblich gleichermaßen Frauen- wie Männerbrüste dargeboten, was sie belustigt haben soll, aber die Frage aufwirft: Was fängt man an mit solch einem Autogramm? Nie wieder waschen? Mit Klarlack konservieren? Wir empfehlen: Ins Tattoostudio eilen, den begehrten Schriftzug nachstechen lassen.

Die Option König

Daniel Brühl musste Gurkengläser signieren, Nicki Minaj ihr Autogramm auf Frauen- und Männerbrüste schreiben. Unserem Autor fiele das nie ein.

Bald beginnt mit der Berlinale wieder die große Zeit der Autogrammjäger. Sie gehören zur Premierenstaffage, sind freilich beim Vortragen ihrer Wünsche selten kreativ. Plakate, Programmhefte, Fotos werden zum Signieren bereitgehalten, mehr ist nicht drin. Aber es gibt Ausnahmen. Bonds Aston Martin in Miniformat zum Beispiel, Sean Connery hat ihn anstandslos signiert. Oder Gurkengläser; genauer: Spreewaldgurkengläser.
Daniel Brühl wurden solche Gefäße wiederholt hingehalten, wie er jetzt verriet. Das leuchtet sogar ein, Gurken waren in seiner Berliner Nachwende-Komödie „Good Bye, Lenin!“ ein schmackhaftes Detail. Gewundert hat es Brühl dennoch, obwohl Starkollegen doch ganz andere Überraschungen gewohnt sind.
 Robert Pattinson wurde einst ein Plastikbusen gereicht, den er brav signierte, Morgan Freeman ein echter – ohne Erfolg. Und Nicki Minaj wurden angeblich gleichermaßen Frauen- wie Männerbrüste dargeboten, was sie belustigt haben soll, aber die Frage aufwirft: Was fängt man an mit solch einem Autogramm? Nie wieder waschen? Mit Klarlack konservieren? Wir empfehlen: Ins Tattoostudio eilen, den begehrten Schriftzug nachstechen lassen.

Transfer mit einem Safe im Feuer

Die Polizei ist am Sonntag zu einem brennenden Kleintransporter in Tempelhof alarmiert worden. Auf der Ladefläche befand sich ein Geldschrank.

Passanten riefen gegen 21.20 Uhr die Polizei und Feuerwehr zu einem brennenden Kleintransporter in die Saalburgstraße nach Tempelhof. Die Einsatzkräfte löschten den brennenden Opel Vivaro. Das Fahrzeug wurde nahezu komplett zerstört. Auch ein Anhänger, eine Straßenlaterne und ein Baum wurden in Mitleidenschaft gezogen. Nach ersten Erkenntnissen war das Fahrzeug mit gestohlenen Kennzeichen versehen. Auf der Ladefläche entdeckten die Beamten zudem noch einen Tresor. Woher dieser stammt, ermittelt die Kriminalpolizei noch.

Gestört Nachbarn Zeichen auf dem Internet

Auch die S-Bahn kann rasend machen. Vor allem, wenn statt eines Zuges eine automatische Ansage wie diese kommt: „Wegen Verzögerungen im Betriebsablauf wird S … 47 nach … Hermannstraße … Abfahrt zehn … Uhr vierunddreißig … heute leider entfallen. Wir bitten um Entschuldigung.“ An manchen Tagen, wenn beispielsweise die genannte Linie teilweise eingestellt wurde, ertönt die Durchsage von morgens um vier bis nachts halb eins. Zum Leidwesen nicht nur der Fahrgäste, sondern auch von Anwohnern um die Bahnhöfe. Der immergleiche Tonfall der im Fachjargon „Blech-Else“ genannten Konservenstimme macht die Sache nicht besser, sondern nur länger als die zuvor üblichen akustischen Unikate der Aufsichten à la „Zug nach Hermannstraße fällt heute aus!“
Am Mexikoplatz an der S 1 haben genervte Nachbarn das Bezirksamt zur Intervention veranlasst.
Mit Erfolg, wie die Steglitz-Zehlendorfer Stadträtin Christa Markl-Vieto (Grüne) mitteilt: Die Lautstärke der Ansagen werde verringert und nachts zusätzlich abgesenkt. Das Entgegenkommen der S-Bahn „zeigt praxisnah, dass der Bürgerwille gehört wird“.
Dass die Ansage gehört wird – und zwar jenseits der Station –, veranlasste nach Auskunft der Bahn nur selten Beschwerden; namentlich an den S-Bahnhöfen Friedenau, Ostkreuz, Savignyplatz und Mexikoplatz. Wobei die Beschallung mindestens auch am 2006 eröffneten Südkreuz ein Streitthema war. Und eine Nachbarin des S-Bahnhofs Lichterfelde-West berichtet, dass auch dort schon Anwohner mündlich und schriftlich gegen die Lautstärke der automatisierten Durchsagen protestiert hätten, sowohl bei Konzernchef Rüdiger Grube als auch bei der Netztochter der Bahn und bei der S-Bahn. In der Antwort habe es geheißen, die Lautstärke sei - etwa mit Behindertenverbänden - abgestimmt worden. Allerdings nervt die Nachbarn auch die falsche Betonung und die Ausführlichkeit der Ansage ("...über Schöneberg / Potsdamer Platz / Friedrichstraße..."). "Wohin den sonst?", sagt eine Anwohnerin, "diese Strecke fährt sie seit 1870!"
Die Lautstärke wird nach Auskunft der Bahn auf Basis einer Lärmschutznorm und des Umgebungslärms eingestellt und nachts verringert. Bei Beschwerden versuche die Bahn einen Kompromiss zwischen noch verständlichen Ansagen und möglichst wenig gestörter Nachbarschaft zu finden.
Eine schlechte Nachricht für die Unbeteiligten ist, dass mit der Umrüstung der Stationen auf LCD-Anzeigen auch eine Ansage für jeden einzelnen Zug verbunden ist. Für den Mexikoplatz bedeutet das eine Durchsage alle fünf Minuten, für Stationen von Ring und Stadtbahn fast im Minutentakt. „Zweisinneprinzip“ heißt die Neuerung bei der Bahn. Bisher herrschte an vielen Stationen einfach Ruhe, solange der Betrieb planmäßig lief. Jetzt kommen die regulären Ansagen aus der Konserve und die spontanen aus Zentralen. Die Regional- und Fernbahnhöfe werden von Spandau aus versorgt.
Jens Wieseke, Vizechef des Fahrgastverbandes Igeb, sieht in der Debatte ein weiteres Argument für seine Forderung, die S-Bahnhöfe wieder mit Personal zu besetzen: Die Aufsicht könne je nach Andrang und Geräuschkulisse lauter oder leiser reden – oder schweigen, wenn spätabends der Bahnsteig verwaist.
Im Internet türmen sich einschlägige Klagelieder aus der ganzen Bundesrepublik. Der auf Bahnlärm spezialisierte Anwalt Matthias Möller-Meinecke aus Frankfurt am Main sagt, „die Rechtsprechung hat sich dazu bislang nicht klar verhalten“. Bei den live an Ort und Stelle gesprochenen Ansagen alter Schule habe die Bahn allerdings die Gerichte auf ihrer Seite gehabt, weil die Sicherheit der Reisenden wichtiger sei als die Ruhe der Nachbarn. Aus Sicht des Anwalts könnte die Bahn allerdings mehr tun – vor allem durch modernere Lautsprechertechnik und Sensoren, die den Andrang am Bahnsteig erkennen. Manche Bahnübergänge würden bereits per Radar überwacht, um Unfälle zu verhindern.

Friday, January 4, 2013

Solidarität Marsch in Q-Dorf

In der Nacht zum Montag war ein 40 Jahre alter Kenianer im Q-Dorf, einer Diskothek in der der Joachimstaler Straße, angegriffen und am Auge verletzt worden. Freunde des Opfers haben eine Solidaritätskundgebung vor der Diskothek gestartet - es geht auch darum, die Täter zu finden.

Aktuell findet vor der Diskothek Q-Dorf in der Joachimstaler Straße eine Solidaritätskundgebung für den bei einem Angriff verletzten Jimmy C. statt. Freunde des Opfers verurteilen gemeinsam mit dem Bündnis gegen Rassismus den "feigen, brutalen und rassistischen Angriff".
Auch die Polizei geht von einem offenbar rassistischen Überfalls auf den Kenianer in der Diskothek Q-dorf aus. Der 40-Jährige JImmy C. wurde nach Angaben der Kampagne „Zusammenhalten“ am Auge verletzt und musste operiert werden. Der als Reinigungskraft beschäftigte Jimmy C. sei nach eigener Aussage in der Nacht zu Montag auf der Toilette von drei Männer zu Boden getreten, mit einer abgebrochenen Glasflasche ins Auge geschlagen und als „dreckiger Ausländer“ beschimpft worden.
 Dem Kenianer sei es gelungen, den Sicherheitsdienst der Diskothek zu alarmieren. Die Täter hätten sich jedoch zuvor wieder unter die Disko-Besucher gemischt. Der Geschäftsführer des Q-dorf habe Polizei und Krankenwagen gerufen.
Jimmy C. wurde bei dem Übergriff schwer am rechten Auge verletzt und musste zwei Mal operiert werden. Ob  er sein Augenlicht behalten wird, ist unklar. Am Donnerstag konnte er das Krankenhaus aber wieder verlassen, sagte die Vorsitzende des Vereins New Generation Sonja Prinz, die eng mit Jimmy C. befreundet ist.
Auf Drängen des Vereins habe am Donnerstag auch der kenianische Botschafter das Opfer besucht. Jimmy C. ist ein aktives Mitglied der kenianischen Gemeinde in Berlin. „Jimmy ist ein vorbildlicher Berliner“, sagt Prinz. „Er hat die kenianische Kirchengemeinde in Berlin mit gegründet und engagiert sich seit langem im Verein New Generation Berlin.“ Prinz hatte zu der Solidaritätskundgebung vor dem Q-Dorf aufgerufen. Bei der Ankündigung auf Facebook haben sich vorab über 300 Menschen angemeldet.
Auch der Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann kündigte an, zu der Kundgebung zu kommen. „Die ethnische und kulturelle Vielfalt ist für Berlin und insbesondere Charlottenburg-Wilmersdorf ein Schatz“, sagte er vorab. „Jede Form von Rassismus ist zu ächten!“ Naumann fordert eine „schnellst mögliche Aufklärung“ der Tat.
Das Opfer war am Donnerstag im Krankenhaus zu dem Angriff Ende Dezember befragt worden, teilte die Polizei mit. Der Staatsschutz des Landeskriminalamtes hat nun die Ermittlungen übernommen. Die Polizei sucht weiterhin nach Zeugen und nimmt Hinweise unter der Rufnummer + 49 30 4664 953 128 oder in anderen Polizeidienststellen entgegen. (mit dpa)

übergießt Gefangenen Häftlinge mit heißem Öl

Ein Gefangener habe einen "schwelenden Konflikt" mit einem anderen Insassen gehabt - daraufhin überbrühte der 37-Jährige sein 35-jähriges Opfer mit heißem Öl. Das war jedoch noch nicht die einzige Waffe, mit der er angriff.

In der Justizvollzugsanstalt Tegel hat ein 37-jähriger Strafgefangener einen Insassen mit Speiseöl übergossen. Er fügte dem 35-Jährigen dabei schwere Verbrennungen am Kopf und am Oberkörper zu. Der mutmaßliche Täter behauptete, mit dem Opfer einen „schwelenden Konflikt“ zu haben, sagte die Sprecherin der Justizverwaltung Claudia Engfeld dem Tagesspiegel. Das Opfer konnte zu der Tat noch nicht befragt werden.
Der mutmaßliche Täter habe das Speiseöl am Freitagmorgen in einer Küche erhitzt, sagt Engfeld. Dann habe er das heiße Öl in einer Thermoskanne mit in die Bibliothek eines Seminarraumes getragen.
Dort übergoss er sein Opfer und schlug im Anschluss mit einer golfballgroßen Metallkugel auf den Kopf des Opfers ein. Die Kugel sei zudem in einen Strumpf gewickelt worden, sagte Engfeld. Woher die Metallkugel stamme, werde ermittelt. Das Opfer wird derzeit noch in einem Klinikum außerhalb der JVA behandelt. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen aufgenommen.